Darmkrebs – medizinisch kolorektales Karzinom genannt, weil er meist im Dickdarm (Kolon) oder im Enddarm (Rektum) entsteht – gehört in Deutschland zu den häufigsten Krebserkrankungen. Als die wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren gelten dabei Tabakkonsum und Übergewicht.1
Große Auswertungen zeigen einen klaren Zusammenhang: Menschen mit Adipositas (einem Body-Mass-Index ab 30 kg/m2) haben gegenüber Menschen mit Normalgewicht ein um rund 30 Prozent erhöhtes Risiko für Darmkrebs.2
Pro Anstieg des BMI um 5 kg/m2 steigt das Risiko um etwa 6 bis 18 Prozent. Bei Männern ist der Zusammenhang dabei durchweg stärker ausgeprägt als bei Frauen und für den Dickdarm deutlicher als für den Enddarm.2
Interessant ist, dass nicht nur das Gewicht an sich, sondern auch die Fettverteilung am Bauch entscheidend sein kann. Eine Auswertung der UK Biobank fand, dass ein größerer Taillenumfang das Risiko deutlicher vorhersagt als der BMI allein.3
Der Zusammenhang könnte in Studien unterschätzt werden, weil eine noch unerkannte Krebserkrankung bereits vor der Diagnose zu Gewichtsabnahme führen und die Ergebnisse dadurch verzerren kann.2 Welche weiteren gesundheitlichen Folgen starkes Übergewicht haben kann, zeigt dir unsere Übersicht zu den Adipositas-Folgen.