Telemedizin für Menschen mit Adipositas entdecken
Wie Telemedizin Menschen mit Adipositas den Zugang zur Behandlung erleichtern kann
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Die Diagnose Adipositas Grad 2 ist ein wichtiger Startpunkt, um deine Gesundheit aktiv in die Hand zu nehmen. Wenn das Körpergewicht das Wohlbefinden einschränkt, ist es Zeit, hinzuschauen, statt wegzusehen. In diesem Artikel erklären wir dir genau, was sich hinter dem ICD 10 Adipositas Grad 2 (E66.01) verbirgt, welche Rolle der Adipositas Grad 2 mit Blick auf den BMI spielt und wie dir bei Adipositas Grad 2 eine Therapie helfen kann.
Um den Adipositas Grad 2 informiert zu sein, kann dir auf dem Weg zu mehr Wohlbefinden helfen.
Adipositas Grad 2 liegt bei einem BMI von 35,0 bis 39,9 vor. Mit Blick auf die Hintergründe lässt sich ICD 10 bei Adipositas Grad 2 hinzuziehen. Adipositas wird als E66 codiert und kann als durch übermäßige Kalorienzufuhr (E66.01), arzneimittelinduziert (E66.11) oder – bei Begleiterkrankungen wie dem Pickwick-Syndrom – als übermäßig mit alveolärer Hypoventilation (E66.21 – einer schwerwiegenden Atemschwäche durch das starke Übergewicht) spezifiziert werden1.
Kurz dazu: ICD bedeutet International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (auf Deutsch etwa Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) und dient als Codierung für medizinische Diagnosen, um diese fachübergreifend und international einordnen zu können. Neben einheitlichen Angaben bei Diagnosestellungen werden auch Abrechnung und Statistikerstellung erleichtert. Aufgebaut ist jeder der Codes nach dem gleichen Muster, beginnend mit einem Buchstaben und zwei Ziffern, die für die Hauptkategorie der Diagnose stehen. Durch eine Ziffer nach einem Punkt lässt sich die Diagnose anschließend weiter präzisieren.2
Übrigens: In unserem ausführlichen Artikel kannst du dir einen Einblick in die Unterschiede der Adipositas Grade verschaffen.
Adipositas Grad 1 lässt sich anhand der BMI-Werte klar abgrenzen.
Eine Adipositas Grad 2 geht mit denselben Begleiterkrankungen einher, die für Adipositas generell beschrieben sind – das Risiko steigt jedoch mit dem Schweregrad und der Dauer der Erkrankung. Nachfolgend sind die möglichen körperlichen Auswirkungen nach relativem Risiko sortiert.
Wichtig: Die Risikoangaben beziehen sich auf Adipositas insgesamt (BMI ≥ 30) und dienen als statistische Orientierung. Das individuelle Risiko hängt zusätzlich von Alter, Geschlecht, genetischer Veranlagung sowie weiteren Vorerkrankungen ab.
Zur Einordnung der Quellen: Die Einteilung der Begleiterkrankungen nach relativer Risikoerhöhung (1–2-fach, 2–3-fach, >3-fach) geht auf den WHO-Bericht von 20003 zurück und wurde von der S3-Leitlinie „Prävention und Therapie der Adipositas"4 unverändert übernommen. Die BMI-Klassifikation sowie die Versorgungsperspektive orientieren sich an der S3-Leitlinie.
1. Stark erhöhtes Risiko (mehr als dreifach erhöhtes Risiko gegenüber Normalgewicht)
2. Deutlich erhöhtes Risiko (zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko gegenüber Normalgewicht)
3. Erhöhtes Risiko (ein- bis zweifach erhöhtes Risiko gegenüber Normalgewicht)
Du fragst dich, wie sich frühere Grade äußern? In unserem Artikel zum Adipositas Grad 1 kannst du dir weitere mögliche Symptome anschauen.
Adipositas Grad 2 kann vielfältige gesundheitliche Folgen haben.
Die Behandlung bei Adipositas Grad 2 zielt darauf ab, deinen Körper gesundheitlich zu stärken und zu entlasten, wodurch du gleichzeitig spürbar an Lebensqualität und Wohlbefinden gewinnst. Dazu kannst du unterschiedliche Maßnahmen kombinieren, die sich in deinen Alltag integrieren lassen. So kannst du alltäglich Bewegung einbauen – beispielsweise Treppe steigen statt Aufzug fahren oder den Weg zum Einkaufen zu Fuß zurücklegen. In Sachen Essen kann dir bei Adipositas Grad 2 eine professionelle Ernährungsberatung helfen, durch einen individuellen Ernährungsplan im Rahmen einer nachhaltigen Umstellung zu einem ausgewogeneren Essverhalten zu finden. Nicht zuletzt kannst du dir auch medizinische Unterstützung holen, von einer Verhaltenstherapie über Medikamente bis hin zu einer Operation. Finde mit uns schnell individuelle ärztliche Unterstützung sowie Ernährungsberatungen, die dich auf deinem Weg zu mehr Gesundheit fachkundig begleiten4:
Bei Adipositas Grad 2 hilft deine Krankenkasse bei der Übernahme von Behandlungskosten. Dazu kannst du einen Plan mit deiner Ärztin oder deinem Arzt absprechen und anschließend die ärztliche Bescheinigung bei der Kasse abrechnen.
Ein Grad der Schwerbehinderung bei Adipositas Grad 2 ist kein Automatismus. Stattdessen geht es bei der Feststellung einer Schwerbehinderung um die gesundheitlichen Folgen, die ihrerseits Einschränkungen im Alltag mitbringen können. Der GdB (Grad der Behinderung) wird demnach beispielsweise für Arthrose, Bluthochdruck oder Diabetes vergeben – je nachdem, wie stark diese Folgeerkrankungen das Leben von Betroffenen einschränken.5
Abnehmen mit Adipositas Grad 2 kann neben deiner Lebenserwartung dein generelles Wohlbefinden verbessern. Dabei geht es nicht um Perfektion oder Verzicht von heute auf morgen. Vielmehr zählt jeder Schritt, den du in Richtung eines aktiveren Lebensstils und einer ausgewogenen Ernährung gehst. Setze dir realistische Ziele und feiere auch die kleinen Erfolge. Fang heute damit an, für dich und deine Gesundheit Verantwortung zu übernehmen.