Ein „metabolisches Quartett“ wird anhand unterschiedlicher gängiger Definitionen diagnostiziert. So werden metabolische Erkrankungen nach der WHO5 nach Nachweis einer Insulinresistenz anhand mindestens zwei weiterer Faktoren wie Bluthochdruck, Dyslipidämie, Adipositas (nach BMI oder WHR) oder einer Mikroalbuminurie nachgewiesen. Das Adult Treatment Panel III (ATP III) benötigt für den Nachweis einer metabolischen Störung hingegen das Vorliegen von beliebigen drei aus fünf Diagnose-Faktoren wie einem hohen Taillenumfang, erhöhten Triglyceriden, einem niedrigen HDL-Wert, erhöhtem Blutdruck sowie einem erhöhten Nüchternblutzucker (oder einer Diabetes-Diagnose)6. Schließlich gibt es Diagnosekriterien der International. Diabetes Federation (IDF), die zwingend eine zentrale Adipositas voraussetzt7, ergänzt durch mindestens zwei weitere Risikofaktoren wie erhöhte Triglyzeride (≥150 mg/dl), ein niedriges HDL (<40 mg/dl bei Männern / <50 mg/dl bei Frauen), einen erhöhten Blutdruck (≥130/85 mmHg) oder eine erhöhte Nüchternglukose (≥100 mg/dl), um metabolische Krankheiten zu diagnostizieren.
Kritiker der Diagnosekriterien sehen die Kombination der verschiedenen Faktoren als zu kurz greifend. Demnach habe die Diagnose des metabolischen Syndroms weder einen pädagogischen noch einen klinischen Nutzen; stattdessen sollte der klinische Schwerpunkt vielmehr darauf liegen, jeden der vorhandenen kardiovaskulären Risikofaktoren für sich genommen wirksam zu behandeln8. Sprich für eine Diagnose, zum Abklären der Ursachen und eine Therapie unbedingt mit deiner Ärztin und deinem Arzt. Mit unserem WHtR-Rechner verschaffst du dir einen ersten Überblick. Finde heraus, ob Adipositas-Medikamente unterstützend infrage kommen können.