Um den möglichen Auswirkungen der Schönheitsideale in sozialen Medien zu begegnen, kann ein „Digital Detox“, also der Verzicht auf soziale Medien für einen definierten Zeitraum4, helfen. Anhand einer in Social Science & Medicine – Mental Health veröffentlichte Meta-Analyse aus dem Juni 2025 lässt sich einerseits ein positiver Effekt des Social-Media-Verzichts auf das Wohlbefinden erkennen. Allerdings zeigt sich auch (analog zu den bisher geschilderten Erkenntnissen), dass der Verzicht nicht allgemeingültig die beste Lösung ist und weitere Untersuchungen zu den Auswirkungen sozialer Medien nötig sind5.
Für dich bedeutet das, dich auf die Dinge zu fokussieren, die dir guttun. Das kann die Entdeckung von Aktivitäten sein, die dein Körpergefühl stärken – wie zum Beispiel gezielter Sport für Übergewichtige, der ohne Leistungsdruck Freude an der Bewegung vermittelt.
Wenn ein (teilweiser) Verzicht auf TikTok, Insta und Co. dir hilft, dich besser zu fühlen, kann das ein guter Weg sein. Ebenso wirkungsvoll ist es jedoch, deinen Feed diverser zusammenzustellen und deinen Algorithmus durch Follows und Likes anders zu trainieren. Das Ziel ist ein digitaler Raum, der dich inspiriert, statt dich unter Druck zu setzen. Schließlich bieten soziale Medien auch Raum für Vernetzung und Selbstentfaltung. In Communities, die sich für ein positives Körperbild und Konzepte wie Body Neutrality einsetzen, können digitale Räume eine Quelle der Kraft sein, um Vielfalt als Normalität zu feiern. Schau dir passend dazu unseren Text zum Thema Übergewicht und Selbstwertgefühl an.