Allerdings ist die Hyperhidrose nicht auf Menschen mit Übergewicht beschränkt,4 und nicht jeder Mensch mit Übergewicht hat eine Hyperhidrose. Nächtliches Schwitzen kann außerdem andere Ursachen haben als eine Hyperhidrose. Dazu können unter anderem hormonelle Veränderungen (beispielsweise Wechseljahre, Schwangerschaft), bestimmte Infektionen, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Medikamente sowie Lebensstilfaktoren wie Alkohol- oder Kaffeekonsum kommen.3 In seltenen Fällen können auch ernste Erkrankungen dahinterstecken. Mit Blick auf einen erholten Schlaf lohnt es sich außerdem, auf die Atmung zu achten: Warum nächtliche Atemaussetzer und Schnarchen durch Übergewicht begünstigt werden, haben wir dir in einem weiteren Ratgeber zusammengefasst.
Auch Schilddrüsenerkrankungen können das Schwitzen beeinflussen. Eine Schilddrüsenüberfunktion kann mit vermehrtem Schwitzen einhergehen, führt aber eher zu Gewichtsabnahme als zu Gewichtszunahme7. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann dagegen eher mit Gewichtszunahme verbunden sein, geht aber nicht typischerweise mit verstärktem Schwitzen einher8. Wer also stark schwitzt und gleichzeitig übergewichtig ist, hat also nicht automatisch ein Schilddrüsenproblem. Bei zusätzlichen Beschwerden wie Herzrasen, Zittern, ungeklärter Gewichtsveränderung, starker Müdigkeit oder Kälte- oder Hitzeempfindlichkeit ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Welche anderen Ursachen und gesundheitlichen Begleiterscheinungen mit starkem Übergewicht einhergehen können, zeigt dir unsere Übersicht der Adipositas-Risikofaktoren.
Übergewicht und Schwitzen: Ursachen und Auswirkungen im Überblick.